Wenn man Rennen fahren will, sollte das Auto ja schnell sein, denn der Sinn und Zweck des Spiels ist in jedem Maßstab, mehr Runden zu fahren als die Mitfahrer in der gleichen Zeit oder die für alle Teilnehmer gleiche Strecke in der möglichst schnellsten Zeit zu beenden. Unsere Autos, d.h. die Technik macht dabei oft 60-80%, in manchen Fällen sogar 90% des Rennergebnis aus. Es wäre also töricht, der Technik keine angemessene Beachtung zu schenken.

 

Bei h0, den "Bonsais" unter den Slot-Racern gibt es nicht allzuviele Möglichkeiten, denn da gibt es nur wenige Einzelteile, die man modifizieren und/oder verstellen kann, austauschen dagen aber sehr wohl. Bei 1:24 gibt es da erheblich mehr und demzufolge auch mehr in allgemeine Regeln zu fassen. Beschränken wir uns also auf h0! Dafür gibt es in den USA bereits seit langem Regeln, HOPRA , HOPAC um die wichtigsten zu nennen. In Anlehnung an diese Regeln dürfen die verwendeten Autos eine gewisse Höchst-Breite nicht übersteigen. Das ist auch klar, weil die Breite(n) der Spuren ja feststehen und die Autos immer beim Überholen problemlos aneinander vorbeipassen müssen.

Über das Gesammtgewicht steht da nichts, denn es macht wenig Sinn, die Gewichte festzuschreiben, bei keiner Technik in h0. Die Gewichte der Autos, Motoren und Karosserien sind auch nicht ganz so entscheidend, vielmehr die Gewichts-Verteilung. So kann eine Karosserie von 5,0 Gramm, die auch noch "hoch" gebaut ist, durchaus besser liegen und schneller gehen als eine leichte(re), flache Karosserie. Bei den "älteren" Karosserien von Faller und Aurora aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich Karosserien mit 4,0 - 6,0 Gramm bestens bewährt. Die Karosserien sollten eher breit sein und nicht zu große Überhänge hinten haben. (Zu) leichte Karosserien sollten in den Seiten und/oder vorne aber möglichst tief(!) mit 1,0 - 2,0 Gramm Blei beschwert und getrimmt werden (dürfen!). Die Motoren schaffen das immer noch problemlos, nur die Straßenlage wird erheblich besser.

Wenn man die etwas "jüngeren" Karosserien von AFX, TYCO und den folgenden Modellen nimmt, sind die einzelnen Reifen ja breiter und die Karosserien ebenfalls. Bei denen erübrigt sich (meistens) die Blei-Zugabe, die liegen auch ohne. Aber immer sollte man wissen, daß Blei letztendlich giftig ist. Ich überziehe die Blei-Gewichte deshalb mit einer dünnen Schicht aus 2-K-Kleber. Dann kann man das wieder anfassen.

Alle anderen Einzelkomponenten sind handverlesen, Kunststoff-Teile und Metall-Komponenten.

Chassis müssen gerade sein, ebenso die Achsen. Die Achslager müssen fluchten, (natürlich auch die Motorlager), sodaß auch immer gewährleistet ist, daß im Stand immer alle Räder gleichzeitig die Schienen berühren. Die Achsen müssen sich frei drehen können, sollten demnach Spiel haben aber nicht zu viel. Die Felgen müssen absolut rund sein, keine Grate haben und eine glatte Oberfläche, auf denen die Reifen gegebenenfalls verklebt werden können. (Das ist nicht immer nötig). Wenn nötig dürfen die Reifen (an)geschliffen werden. Die Stromabnehmer sollten mit ausreichendem Druck auf die Schienen und einer möglichst langen(!) Kontaktfläche zur Schiene eingestellt werden. Der Federdruck und die Höhenbeweglichkeit sollte gerade bei Flachankern, die keine Magnet-Anziehung haben, nicht zu stark sein, damit die Autos nicht aus den Schienen herausgehoben werden können. Die Magnete sollten in ihren Führungen passgenau mit wenig Spiel sitzen und möglichst gleiche Wirkung auf den Anker haben. Also bringt es nichts, wenn die Magnete "gematcht" sind, also gleiche Stärke bei entgegengesetzter Polarität haben, wenn sie nicht absolut gleich weit vom Anker entfernt sind. Es kann durchaus sein, daß unterschiedliche Magnete mit ungleichen Gauss-Zahlen (durch unterschiedliche Entfernungen zum Anker) dennoch zu einem harmonischen Magnetfeld führen, (ausprobieren!). Die obere Anker-Platte (bei Flachankern!) muss passgenau und "satt" im Chassis sitzen und möglichst KEIN Spiel haben. Der Anker muss ruhig und rund drehen, ohne zu "taumeln", d.h. er sollte möglichst "mechanisch ausgewuchtet sein" und wenig Spiel in beiden Lagern haben aber trotzdem immer(!) leicht und frei drehen ohne mechanische Hemmnisse. Dazu muss die Ankerwelle im Chassis exact senkrecht stehen. Die Motorkohlen und Federn müssen zusammengepresst komplett im Chassis-Boden verschwinden aber möglichst großen Druck auf die Kollektoren ausüben. Die Getriebe-Zahnräder müssen frei und locker sitzen und drehen ohne Hemmnisse. Hoffentlich habe ich nichts vergessen!

Vor jedem Rennen sollten alle Teile einer Inspektion unterzogen werden. Alle Teile sollten gründlich gereinigt werden und danach alle Lager richtig geölt werden. In den Achslagern und an den Getrieben darf ausreichend Öl sein, NUR im Boden-Lager, das ja zwischen den Kohlen liegt, darf auf keinen Fall zu viel Öl sein. Öl auf Kollektor und/oder in den Kohlen kostet Leistung. Also dort nur ganz sparsam ölen! Wenn die Kohlen mal zu viel Öl aufgesaugt haben, kann man sie vorsichtig(!) auf einem neuen Lötkolben so lange erhitzen, bis kein weißer Rauch mehr aufsteigt. Diesen Rauch soll man bitte NICHT einatmen! Außerdem bin ich der festen Überzeugung, daß man alle Maßnahmen zulassen sollte, die lediglich der verbesserten Straßenlage dienen (und nicht nur der Geschwindigkeit!), keine besondere Ausbildung voraussetzen und mit haushaltsüblichen Werkzeugen, Methoden, Hilfsmitteln und von jedem jederzeit zu Hause ohne Aufwand oder besondere Schwierigkeiten durchführbar sind. So, jetzt steht dem schnellen Fahren nichts mehr im Wege. Gute Fahrt und viel Spaß!

 

   

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